Wie du deiner Kinderyogastunde Seele einhauchst

Von ungestillten Bedürfnissen, der alljährlichen Weihnachtsüberforderung und warum die Qualität dieser dunklen Jahreszeit – besonders für YogalehrerInnen und ihre kids – so wertvoll ist.

 

yogawunderwelt seele in die yogastunde

Ich bin kein Weihnachtsfan.

So – jetzt isses raus 😉

Der totale Geschenkwahnsinn, der Adventkalenderzirkus on- und offline, 20 Jahre als Montessorilehrerin, alljährliche „Weihnachtsüberforderung“ als Mutter und Schwieger-Tochter haben das Übrige dazu beigetragen, dass meine kleine Familie ganz anders Weihnachten feiert, als das sonst so üblich ist.

Tatsächlich jedoch ist diese Zeit

– eine Zeit in der es dunkel wird und die Luft klar ist
– eine Zeit, in der Kerzen heller leuchten als in anderen Zeiten
– eine überaus kostbare!

In meiner Arbeit als Kinderyogalehrerin hab‘ ich mir die Fragen gestellt:

 

WELCHE BEDÜRFNISSE WOLLEN WIRKLICH GESTILLT WERDEN?
HAT UNSERE SEELE WÜNSCHE?
WIE NEHME ICH DIE EINLADUNG FÜR MEINE YOGAKIDS AN, DIE UNS DIESE ZEIT DER LANGEN NÄCHTE UND DER STILLE MACHT?

Was Kinderyoga so besonders macht?

Was unterscheidet, aus meiner Sicht, eine Kinderyogastunde von einer Bewegungseinheit, einer Märchen- oder Spieleeinheit?

Im Kinderyoga öffne ich einen Raum, in dem sich Kinder mit ihrer Seele (Quelle, Licht …) verbinden können.

Ohne Schnick Schnack in die Stille

Schritt für Schritt werden die Kinder aus bewegten und lustigen Sequenzen in länger und tiefer werdende Stillephasen geführt.

Ohne Schnick-Schnack. (By the way – ich liebe Schnick-Schnack und Chi.Chi … hie und da.)

Die Yogamatte und die Anleitung durch die Stimme des Yogahrers/der Yogalehrerin reichen, um stiller zu werden.

Wir schließen die Augen und treten ein in ein Reich der inneren Fülle.

Wir verbinden uns mit unserem Herzen und schöpfen aus der Quelle der Liebe in uns.

Dazu brauchen wir nichts von außen.

Es ist alles da.

In uns.

Die Seele wartet auf uns.

Ist das einfach?

In einer Welt der Überflutung von außen, der Daueranimation durch Handy & Co. ist es das TOTALE KONTRASTPROGRAMM!!

Die Seele beim Namen nennen

Vielleicht scheitern wir in manchen Kindergruppen.

Doch wenn wir uns bewusst sind, dass wir als KinderyogalehrerInnen DIESE EINE Person im Leben eines Kindes sein können, die ihnen die Türe zur Seele öffnet oder sie an deren Existenz erinnert (ihr einen Namen, einen Raum gibt), dann ist es den Versuch wert.

Was meinst du?

Welche Erfahrung hast du in deinen Einheiten gemacht?

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