Mangel und Fülle – eine Kopfsache?

Geh ich über den Verstand, komm ich zum Mangel.
Geh ich über mein Herz, entdecke ich die Fülle.

Rick Hanson, Neuropsychologe, spricht in seinem Buch „Denken wie ein Buddha“ vom „Klett-“ und „Teflon-Prinzip“ beim Umgang unseres Gehirns mit positiven und negativen Gedanken.

Was unser Gehirn und eine gepflegte Eierspeise gemeinsam haben.

 
Unserem Gehirn ist ein Problemlösungsorgan. Negative Erfahrungen bleiben wie eine Klette haften, während positive Erfahrungen wie Butter in der warmen Teflonpfanne abperlen.
Negative Erfahrungen werden nachhaltig abgespeichert und innerhalb 1/16 Sekunde abgerufen, um aktuell Ereignisse damit zu vergleichen.

Warum macht es mir mein Gehirn so schwer mich zur Sonne auszurichten?

 
Unser Gehirn ist ein Pessimist, der uns im Notfall das Überleben sichern möchte. Dies war früher durchaus hilfreich und macht in Gefahrensituationen noch heute Sinn. Für eine positive  Sicht auf das Leben benötigt es allerdings ein entsprechendes mentales Training.

Das Klett-Prinzip erklärt, warum Vertrauen schnell verspielt und nur schwer wiederhergestellt werden kann.

Gute Nachrichten nimmt unser Gehirn nur flüchtig zur Kenntnis.
Alltägliche angenehme Erfahrungen verbuchen wir nicht als gut. (Selbst wenn es eine fantastische Eierspeise gab.)
Dann gibt es gute Erfahrungen, die es aber nicht in die Datenbank schaffen, weil wir nicht lange genug bei ihnen verweilen.

Mein erster Kuss oder das erste eigene Motorrade sind einprägsame Erinnerungen. Solche Erinnerungen waren neu oder völlig unerwartet.
Andere positive „alltägliche“ Erfahrungen, werden im Gehirn erfahren, durchlebt und perlen dann wieder ab.

Eine wichtige Grundlage für mentales Trainieren ist ein wohlig angenehmes Eigenzustandsgefühl. In dem befinde ich mich, wenn mein Gehirn in der Frequenz der  Alphawellen schwingt. Dorthin kann ich mich mit einer Meditation oder Fantasiereise aufschwingen.
(vergleiche Regina Swoboda, mentalerleben.at)